Musterschreiben gegen Neubau eines niederländischen AKWs (Borssele 2)
Einspruch gegen den beantragten Bau des AKW 2 Borssele
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebe ich Einspruch gegen den beantragten Bau des Atomkraftwerks in Borssele (NL).
Zur Begründung: Bereits im sogenannten Normalbetrieb eines AKW wird Radioaktivität freigesetzt. In Deutschland dokumentierte 2007 eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz vermehrt Leukämiefälle bei Kleinkindern in AKW-Nähe. Die Ergebnisse dieser Studie sollten im Zusammenhang mit dem geplanten Bau des AKW Borssele 2 berücksichtigt werden. Atomenergie ist grundsätzlich unbeherrschbar und meines Erachtens nicht mit den garantierten Grundrechten auf körperliche Unversehrtheit und Leben vereinbar. Bei einem Störfall würden die gesundheitlichen, ökologischen und sozioökonomischen Auswirkungen in keiner Weise abschätzbar sein. Die traurigen Anhaltspunkte für ein Ausmaß eines solchen GAU, sind die Katastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 und Fukshima im März 2011. Gesundheitliche Langzeitfolgen durch freigesetzte radioaktive Strahlung sind bis heute nicht ausreichend erforscht.
Da ich mich im unmittelbaren geografischen Einzugsbereich befinde (ca. 300 km), befürchte ich für mich, nicht nur bei einem Unfall bzw. Störfall gesundheitliche Konsequenzen, sondern sehe eine konkrete gesundheitliche Gefährdung, da, wie oben auch schon angeführt, grundsätzlich radioaktive Strahlung bei Inbetriebnahme eines AKW freigesetzt wird.
Eine endgültige Lösung die im Zusammenhag mit einer Lagerung von Atommüll steht, gibt es bisher nicht. Daher wäre es sinnvoll, die Erfahrungen der Endlagerprojekte Asse und Gorleben bei der Entscheidung bezüglich des beantragten Bau vom AKW in Borssele zu berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen,
Adresse:
Bureau Energieprojecten
Inspraakpunt Tweede kerncentrale Borssele
Postbus 223
NL - 2250 AE Voorschoten
Per E-Mail vorgebrachte Stellungnahmen bzw. Einwendungen werden in diesem Verfahren nicht berücksichtigt.
Links:
http://www.contratom.de/2011/12/05/einspruche-gegen-neues-akw-in-holland-moglich/
http://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/presse111202.php

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