Große Anfrage: Welche Auswirkungen hat der Braunkohletagebau in NRW?
Die Grüne Fraktion hat eine Große Anfrage gestellt, die sich mit den Auswirkungen des Braunkohletagebaus auf die in der Nähe der Abbaugebiete wohnenden Bürgerinnen und Bürger beschäftigt. Wir nehmen die Sorgen der Betroffenen ernst, sie müssen stärker als bisher unterstützt werden.
Offensichtlich liegt hier noch Vieles im Argen oder ist ungeklärt. So muss sicher gestellt sein, dass für die Betroffenen - wie für die Steinkohleunternehmen auch – sämtliche bergschadensrelevanten Informationen, die beim Bergbauunternehmen oder den Behörden vorliegen, zugänglich gemacht werden. Dazu gehören z.B. die exakte Lage von Störungslinien, Ausmaß von Senkungen, Risswerke.
Außerdem mussten die Geschädigten bislang den Nachweis über die Ursachen erbringen. Deshalb wollen wir die Beweislast umkehren. Untersucht werden müssen auch die Auswirkungen durch den Wiederanstieg des Grundwassers, der in einigen Jahren droht. Bisher wurden diese späteren Lasten nach dem Abbau der Braunkohle viel zu wenig beachtet.
Die Arbeit der Anrufungsstelle bei der Bezirksregierung Köln ist gerade angelaufen. Damit wird den Betroffenen im Braunkohlenrevier die Möglichkeit zur außergerichtlichen und für sie kostenfreien Überprüfung ihrer Schadensersatzansprüche eröffnet.
Genauere Informationen und Hinweise auf Handlungsnotwendigkeiten erwarten wir nun von der Großen Anfrage, die die Landesregierung in den kommenden Monaten bearbeiten wird.
Dokumente zum Artikel
| Dokument | Beschreibung |
|---|---|
| Bergschäden durch den Braunkohlebergbau ..herunterladen | Große Anfrage 8 der Fraktion der SPD und der Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN |

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